Streakday #1409

Toughmudder Adensen AKA 5. Schloss Marienburg Marathon

Schloss-Marienburg-Marathon-Cover

Heute Morgen 6:00 Uhr in Hildesheim - stockdunkel und strömender Regen. Meine Lust auf einen Marathon ging gegen Null. Erstmal haben Katja und ich das vorzügliche Frühstücksbuffet im Van der Valk Hotel genossen. Bei unsere Abfahrt wurde das Wetter schon besser. In Adensen angekommen war es immerhin von oben trocken.

Ich war ja schon nicht sonderlich motiviert, aber Katja vom Laufen zu überzeugen, war ein hartes Stück Arbeit.

In der Rolf Gehrke Halle holten wir unsere Startunterlagen ab und trafen viele Bekannte. Seit langem sahen wir Isi, Gabi, und Jörn wieder. Auch Rico war vor Ort und natürlich diverse Laufjunkies.

Schon vor dem Start wurde der Lauf als Toughmudder Adensen angekündigt, was sich bewahrheiten sollte.

Eigentlich wollte ich ja mit Katja gemeinsam laufen, aber sie machte sich Sorge, dass sie mich aufzuhalten würde. So lief ich nur die ersten Kilometer mit ihr. Im Wald angekommen wurden die Wege schmaler, die Beschaffenheit war zum Glück besser als erwartet. Allerdings wusste ich nicht was noch auf uns zu kommen sollte.

Ab Kilometer drei wurde es kritisch. Wir mussten gehen und selbst wenn man stand, rutschte man weiter abwärts. Mal davon abgesehen, dass sich die Füße in alle Himmelrichtungen bewegten. Vielleicht hätte ich auf Schmierseife als trainieren sollen.


Nachdem ich heil unten angekommen war, ging es auf sehr schmalen, matschigen Pfaden den Berg zum Schloss hinauf. Das Highlight des Marathons, der Verpflegungspunkt im Schlosshof, erwartete uns bei Kilometer 5,6. Wir wurden mit Dudelsackmusik empfangen und hatten eine große Auswahl an Getränken und anderer Verpflegung. Am besten hat mit die HARIBO-Mischung gefallen.

Kaum hatten wir das Schloss verlassen ging es noch ein Stück bergauf und die Wege wurden erneutmatschiger. Am Kontrollpunkt wurden wir mit "Highway to Hell" empfangen. Das war sehr passend und pushte ordentlich.

Zurück in Adensen kamen wir bei Kilometer 11 erneut am Start vorbei. Meine Fenix 3 prophezeite eine Endzeit von 5:05 h - Das ließ mich etwas ratlos zurück. Sollte ich heute über eine Stunde länger brauchen als am Brocken?

Der zweite Abschnitt der ersten Runde war deutlich leichter zu laufen. Es gab sogar Asphalt und nur relativ wenig Matsch.

Nach 2:15 h kam ich wieder am Start vorbei. Hier war richtig was los und alle wurden angefeuert. Jetzt hieß es noch mal die gleiche Strecke unter die Füße zu nehmen. Die Pfade am Schlossberg waren noch schlechter, so dass ich mehr geschlittert als gelaufen bin.

Als ich den Wald hinter mir gelassen hatte, konnte ich das Tempo etwas erhöhen und hab' noch ein paar Leute eingesammelt. Am letzten Verpflegungsstand 5 Kilometer vor dem Ziel war ich versucht mir ein Flensburger mitzunehmen, hab' es aber lieber doch gelassen. Deshalb liefen sich die letzten Kilometer recht locker.

Im Ziel angekommen traf ich Rico, er war leider gestürzt und darum direkt vor mir angekommen. Katja hatte ihren Halbmarathon ebenfalls erfolgreich hinter sich gebracht.

Ein wirklich schöner, wenn auch sehr schwieriger Marathon. Alles war super organisiert und überall gute Stimmung. Am Ende gab's eine schöne Medaille und ich denke dies war nicht mein letzter Marathon in Andensen.


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